Studienkredit
Studienkredit – Nachfrage steigt rasant!
Aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten, vor allem in den großen Universitätsstädten, den Studiengebühren, die seit einigen Jahren in vielen Bundesländern von jedem Studenten erhoben werden und den stagnierenden Sozialleistungen, die früher einen großen Teil des studentischen Haushaltsbudgets ausmachten, ist das Hochschulstudium für viele Menschen zu einer ganz erhebliche finanziellen Herausforderung geworden, die aus eigenen Kräften kaum noch zu bewältigen ist.
Dazu kommt noch die Verkürzung der Regelstudienzeiten im Rahmen der Bachelor und Master-Einführung die vielen Studenten sogar noch die Möglichkeit nimmt, sich durch Jobben einen Teil der Lebenshaltungs- und Studienkosten selbst zu finanzieren. Vor diesem Hintergrund sind immer mehr Studenten dazu gezwungen, ihr Studium mit Hilfe eines Studienkredits zu finanzieren.
Studium auf Pump
Mit Hilfe eines Studienkredits lassen sich die massiven Kostensteigerungen der letzten Jahre zwar vergleichsweise unkompliziert kompensieren, allerdings stehen dem auch nicht unerhebliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber.
Denn wer sich beispielsweise 5 Jahre lang bis zum Masterabschluss hauptsächlich über einen Studienkredit finanziert und zum Beispiel 500 Euro monatlich aus dem Studienkredit beansprucht, hat am Ende nicht nur einen Masterabschluss, sondern auch 30.000 Euro Schulden (dazu kommen noch die Zinsen). Ein Betrag, der selbst für einen Akademiker mit gutem Gehalt eine erhebliche finanzielle Belastung bedeutet – vor allem als Berufseinsteiger.
Der Studienkredit: Kein normaler Ratenkredit!
Zwar hat der Studienkredit grundsätzlich einige Gemeinsamkeiten mit dem normalen Ratenkredit, allerdings bestehen auch ganz erhebliche Unterschiede zwischen beiden Produkten. So wird der Studienkredit beispielsweise nicht in Form eines Einmalbetrages an den Studenten ausgezahlt, sondern in monatlichen Raten. Diese betragen bei den meisten Studienkrediten 150-800 Euro. Je nachdem, wie hoch der Bedarf des Studenten ist. Ein weiterer Unterschied besteht in der Rückzahlung und Verzinsung.
Denn die Rückzahlungsphase beginnt erst nach dem Abschluss des Studiums. Bis zu diesem Zeitpunkt werden üblicherweise auch die anfallenden Zinsen gestundet. Oft kann der Student sogar noch eine Übergangszeit beanspruchen, in der die Ratenzahlungspflicht noch bis zu 12 Monate hinausgeschoben wird. Diese dient dazu, dass der Absolvent sich erst einmal beruflich etablieren kann.
Kosten für Studienkredite sind vergleichsweise gering!
Im Vergleich zu anderen Krediten sind die Kosten für einen Studienkredit in der Regel eher gering. Und das, obwohl die Studenten meistens über keinerlei Sicherheiten verfügen und auch kein laufendes Einkommen haben (von Kindergeldzahlungen und Bafög einmal abgesehen). Für die Banken sind die Risiken allerdings eher begrenzt. Denn nur bei den wenigsten Studienkrediten kommt es zu einem Zahlungsausfall. Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist schließlich deutlich geringer als bei Personen mit geringerem Bildungsstand.