Ratgeber Lexikon

Investmentfonds als Geldanlage

Vermögensanlage mit Investmentfonds

Investmentfonds ermöglichen eine unkomplizierte Anlage in eine Vielzahl von Aktien, ohne dass man sich als Anleger konkret mit der Materie Aktienanlage befassen muss. Denn grundsätzlich übernimmt bei der Anlage in einen Investmentfonds der Fondsmanager die Handelsentscheidungen. Der Fondsmanager kauft Aktien, die er für aussichtreich hält und verkauft Aktien, die seiner Meinung nach keine guten Renditeaussichten mit sich bringen. Der Fondsmanager ist also eine Art Vermögensverwalter für das Kapital, das ihm von vielen unterschiedlichen Anlegern zur Verfügung gestellt wird.

 

Für seine Arbeit erhält der Fondsmanager bzw. die Fondsgesellschaft eine Vergütung. Die sogenannte jährliche Verwaltungsgebühr. Das Ziel des Fondsmanagers ist es in der Regel, einen bestimmten Vergleichsindex zu übertreffen. In dieser Aussicht liegt der Anreiz der Anlage in Investmentfonds.

 

Anlageziele werden langfristig verfehlt

Die meisten Investmentfonds konnten in der Vergangenheit nicht immer die gemachten Versprechungen erfüllen. Die meisten Fonds bleiben faktisch langfristig betrachtet hinter der Performance des Vergleichsindex zurück. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Zum Einen sind hier eventuelle Fehlentscheidungen des Managements von Bedeutung und zum Anderen, und darin dürfte wohl der Hauptgrund für das Versagen liegen, fallen für die Verwaltung des Investmentfonds oft bis zu 1,5 Prozent Kosten pro Jahr an, die die Nettorendite für den Anleger deutlich reduzieren.

 

Insofern gelingt es vor Gebühren zwar durchaus einer Vielzahl an Fondsmanagern den Vergleichsindex zu schlagen, nach Kostenabzug liegen die meisten Investmentfonds aber hinter der Benchmark.

 

Nur für langfristig Orientierte: Investmentfonds

Aufgrund der hohen Wertschwankungen denen Investmentfonds, trotz der breiten Diversifikation des Portfolios auf unterschiedliche Aktien, unterlegen sind, und der erheblichen Anschaffungskosten (beim Fondskauf über die Kapitalanlagegesellschaft fallen in der Regel Ausgabeaufschläge an, die nicht selten 5 oder 6 Prozent des Kaufvolumens betragen), eignen sich Investmentfonds grundsätzlich nur für Anleger, die einen vergleichsweise langen Anlagehorizont haben.

Denn nur dann werden die Kosten und Kursschwankungen einigermaßen kompensiert, sodass auch die Anlage in Investmentfonds aus Renditegesichtspunkten interessant sein kann.

 

Steuerliche Änderungen für Investmentfonds seit 2009

Bereits zum 1. Januar 2009 führte die Bundesregierung die sogenannte Abgeltungssteuer ein. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer werden nun zahlreiche Anlageprodukte steuerlich gleichbehandelt. Dadurch besteht bei Investmentfonds nicht mehr die bis dahin geltende Regelung der Spekulationsfrist.

 

Künftig sind Gewinne mit Investmentfonds damit auch dann steuerpflichtig, wenn diese erst nach vielen Jahren realisiert werden. Dadurch macht es steuerlich keinen Unterschied mehr, ob man Investmentfonds einen Tag oder 20 Jahre behält. Vor allem für langfristig orientierte Anleger bringt diese steuerliche Änderung erhebliche Nachteile mit sich, die eine Anlage in Investmentfonds zunehmend unattraktiv machen.