Investmentfonds
Investmentfonds sind Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft. Dabei ist der Geschäftsbetrieb eines Fonds darauf ausgerichtet, das Geld der Anleger nach einem festen Grundsatz der Mischung des Risikos in Wertpapieren, wie Wertpapierfonds mit Aktien, mit Titeln des Geldmarktes oder Rentenpapieren zu investieren. Immobilien sind einer gesonderte Anlageform. Über das Geld der Anleger werden Anteilsscheine beziehungsweise Zertifikate ausgestellt, die das Miteigentum der Anleger am Fondsvermögen bestätigen.
Beim Kauf von Investmentfonds sind zwischen 0,5 und 10 Prozent des angelegten Betrages als Gebühr zu zahlen, immer in Abhängigkeit vom Anbieter und Fonds. Der größte Teil davon wird als Provision an die Vermittler durchgereicht und für die Vertragseinrichtung genutzt. Zusätzlich ist eine jährliche Verwaltungsgebühr zu zahlen, die zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des Fondsvermögens liegt. Dieser Betrag wird einmal jährlich dem Fondsvermögen entnommen, auch dann, wenn der Fonds Verluste zu verzeichnen hat.
Ausgabeaufschlag
Der Ausgabeaufschlag, der letzten Endes die Rendite eines Fonds schmälert, lässt viele Anleger vor dem Kauf von Investmentfondsanteilen zurückschrecken. Deshalb gibt es inzwischen Fondsvermittler oder Direktbanken, die Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag anbieten. Eine andere Möglichkeit ist der Erwerb von Trading Fonds, auch bei diesen wird kein Ausgabeaufschlag verlangt, aber die Kosten sind in deutlich höheren Verwaltungsgebühren versteckt. Aus diesem Grund Trading Fonds zu erwerben, lohnt sich nur dann, wenn die Anlage mit einem kurzfristigen Anlagehorizont erworben wird. Wer langfristig investiert bleiben möchte, fährt kostenmäßig mit einem traditionellen Investmentfonds besser.
Total Expense Ration
Damit Anleger die Kosten eines Fonds miteinander vergleichen können, gibt es die TER – Total Expense Ratio. In dieser Kennziffer werden alle zusätzlichen Kosten, die für das Fondsmanagement, für die Verwaltung, für Werbung, Anwaltskosten und ähnliches entstehen zusammengefasst. Bei der Entscheidung, ob ein Fonds gekauft wird oder besser ein anderer kann die TER eine Entscheidungshilfe sein, denn alle Kosten die im Zusammenhang mit dem Fonds entstehen, schmälern die Rendite, was besonders tragisch sein kann, wenn der Fonds sich negativ entwickelt.
In Deutschland weit verbreitet sind die offenen Fonds, die als Publikumsfonds in verschiedene Fondstypen untergliedert werden.
- Aktienfonds
- Rentenfonds
- Mischfonds
- Geldmarktfonds
- Offene Immobilienfonds
Aufbauend auf den Fondstypen werden diese weiter unterschieden in Aktienfonds mit Schwerpunkt der Anlage Deutschland oder Ausland, Aktienfonds als Branchenfonds, Themenfonds oder Spezialitäten- bzw. Regionalfonds. In Rentenfonds mit Schwerpunkt Deutschland oder Ausland und Rentenfonds, die in so genannte nationale und internationale Kurzläufer investieren sowie Mischfonds, die eine Mischung aus Aktien- und Rentenpapieren darstellen, in Geldmarktfonds oder offene Immobilienfonds.
Wenn die Fondstypen charakterisiert werden hinsichtlich des Risikogrades, der Sicherheit, der Erträge und der Anlagedauer lässt sich verallgemeinert folgende Aussage treffen.
Aktienfonds erfordern Risikobewusstsein
Aktienfonds erfordern Risikobewusstsein, einen mittel- aber besser langfristigen Anlagehorizont ab etwa acht Jahren, bieten langfristig hohe Wertsteigerungen, die zum größten Teil aus Kursgewinnen resultieren, und sind daher attraktiv. Rentenfonds haben ein eher mittleres bis geringes Risiko, sind für Anlagehorizonte ab drei Jahren geeignet, orientieren sich am Zinsniveau des Kapitalmarktes und sind aufgrund der Sicherheitsorientierung besonders gut zur Altersvorsorge geeignet.
Risiko bei Mischfonds
Mit Mischfonds geht der Anleger ein mittleres Risiko ein und sollte einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont haben. Je nachdem wo der Anlageschwerpunkt des Mischfonds liegt, ist die Rendite eher vom Kapitalmarkt oder von den Kursgewinnen abhängig. Mischfonds sin sozusagen eine Mischung aus Sicherheit und Rendite. Sie sind für Anleger die das Risiko der Aktienfonds scheuen aber mehr Rendite als bei einem Rentenfonds erwarten, interessant. Mit Geldmarktfonds geht der Anleger ein minimales Risiko ein, braucht nur einen kurzfristigen Anlagehorizont haben und die Rendite orientiert sich am Zinsniveau des Geldmarktes. Geldmarktfonds haben eine günstige Kostenstruktur und eignen sich ideal zum Zwischenparken von Liquidität. Auch bei Immobilienfonds ist das Risiko für den Anleger eher klein aber dennoch bieten die Fonds langfristig betrachtet einen kontinuierlichen Wertzuwachs. Immobilienfonds können steuerlich interessant sein und bieten dem risikoscheuen Anleger entsprechend Sicherheit.
Fazit
Zusammengefasst betrachtet bieten Investmentfonds dem Anleger eine hohe Rentabilität. Vergleiche der Erträge zeigen, dass der Anleger mit Investmentfonds oft besser abschneidet als beispielsweise mit Einmalanlagen in festverzinsliche Wertpapiere. Gerade langfristig betrachtet liefern Investmentfonds beste Renditen.