Atlantik Brücke e.V.
Die „Atlantik-Brücke e.V.“ – mit Sitz in Berlin - ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der 1952 gegründet wurde. Der ursprüngliche Gedanke bei der Gründung, die durch Hamburger Persönlichkeiten wie beispielsweise Eric M. Warburg, Marion Gräfin Dönhoff sowie Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt initiiert wurde, war der, eine Brücke zwischen dem Nachkriegsdeutschland und der Siegermacht USA zu schlagen, die ein besseres gegenseitiges Verständnis herbeiführen sollte. Erreicht werden soll dieses Ziel durch Veröffentlichungen, Austauschprogramme, regelmäßige Konferenzen, Kolloquien und Seminare sowie weitere Zusammenkünfte im kleineren wie auch größeren Kreis.
Die Mitglieder des Vereins setzen sich hauptsächlich aus Politik, Wirtschaft, freien Berufsgruppen sowie Medien und Wissenschaft zusammen. Im Sommer dieses Jahres konnte die Atlantik-Brücke525 Mitglieder verzeichnen.
Schwerpunkte
Die Schwerpunkte beidseits des Atlantiks liegen in der Förderung des Schüleraustausches – besonders mit den neuen Bundesländern -, aber auch auf anderen Gebieten. So werden beispielsweise zukünftige Führungskräfte unterstützt, Medienvertreter bekommen Unterstützung – seitens der Amerikaner können deren Journalisten zweimal jährlich an Studienaufenthalten in Deutschland teilnehmen -, in Deutschland tätige Offiziere, amerikanische Sozialkundelehrer und Hochschullehrer sowie Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erfahren ebenso große Unterstützung. Der Kontakt mit jüdischen Organisationen in den USA wird fernerhin besonders gepflegt.
Programmpunkte
Eine der wohl wichtigsten und zugleich auch ältesten Aktionen der Atlantik-Brücke sind die Deutsch-Amerikanischen „Biennial“ Konferenzen. Seit 1959 finden abwechselnd je einmal in Deutschland und einmal in den Vereinigten Staaten im Abstand von zwei Jahren derartige Treffen statt, bei denen führende Persönlichkeiten sich über internationale sowie aktuelle bilaterale Themen unterhalten. Weitere Konferenzen zum gegenseitigen Dialog stehen ebenso auf dem Plan.
Ebenfalls mit zum Programm des Vereins gehört die Stiftung „Youth for Understanding“, welche 1990 als unmittelbare Reaktion auf den Mauerfall Berlins ins Leben gerufen wurde. Sie ermöglicht durch Stipendien ostdeutschen Gymnasiasten sowie amerikanischen Minderheitenschülern ein Jahr Aufenthalt im jeweils anderen Land zum besseren gegenseitigen Verständnis. Seit 2004 unterstützt die Stiftung ebenfalls – neben vielen weiteren Dingen – einen Sommeraufenthalt auf der Burg Hohenzollern für Jugendliche, die beim Anschlag vom 11. September 2001 einen Angehörigen verloren haben.
Weitere Programmpunkte der Atlantik-Brücke sind das „Young Leaders“-Programm, die Expertengespräche mit dem U.S. European Command, die Investitions-Brücke oder auch der Vernon-A.-Walters-Award.
Leute, die sich bezüglich des gegenseitigen Verständnisses besonders verdient gemacht haben, erhalten von der „Atlantik-Brücke“ den Eric-M.-Warburg-Preis verliehen. Henry A. Kissinger sowie Helmut Kohl beispielsweise wurde diese Ehre zuteil.