Ratgeber Lexikon

Die gesetzliche Krankenversicherung

Es wird viel über sie diskutiert: Die gesetzliche Krankenversicherung. Nicht ohne Grund, denn sind ihre Leistungen begrenzt. Dennoch ist sie für jeden da. Und kostet natürlich Geld. Mit der Wahl der gesetzlichen Krankenkasse ist es nicht getan. Solange nicht genügend Einkommen da ist, hat man keine Wahl, ob man der gesetzlichen Krankenversicherung beitritt oder der privaten.

Die gesetzliche Krankenversicherung baut einen Mindestgesundheitsschutz für jedermann auf. Damit sind viele Leistungen abgedeckt, aber ein großer Teil vernünftiger diagnostischer Mittel und Therapien gibt es nur begrenzt oder gar nicht. Eine private Krankenversicherung würde hier bezahlen. Die Liste der Beispiele ist lang. Bestimmte Augenuntersuchungen, die zur Früherkennung von grünem Star erforderlich sind, müssen aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Das, was die gesetzliche Krankenversicherung für eine Brille zuzahlt, ist sehr wenig. Homöopathie ist gerade bei sehr kleinen Kindern ein gutes Mittel der Wahl. Sie hilft, auch wenn sie keine Wunder vollbringen kann, aber belastet die kleinen Körper nicht. Hier muss das Medikament immer gekauft werden. Einige private Krankenversicherungen übernehmen die homöopathischen Kügelchen, die Globuli, problemlos.

Daher bieten viele gesetzliche Krankenversicherungen in Zusammenarbeit mit Versicherern bereits jetzt entsprechende Zusatztarife an, die diesen Mangel ausgleichen. Mit einem bestimmten Betrag, der zusätzlich zum monatlichen Beitrag gezahlt wird, kommt der Versicherte in den Genuss dieser zusätzlichen Leistungen. Ob es um ärztlich verordnete homöopathische Arzneimittel oder welche auf der Basis von Kräutern geht, um Zahlungen für Zahnersatz, die Brille, die Kontaktlinsen, ist mittlerweile fast egal.

So können auch Menschen in den Genuss dieser Leistungen kommen, die ansonsten in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Für manch einen, der in die private wechseln könnte, ist das von Vorteil. Denn in der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Kinder und die nicht arbeitende Ehefrau oder der nicht arbeitende Ehemann mit versichert. Und das kostenfrei. Hier muss klug entschieden werden. Vergleichen lohnt sich dabei aber immer.