Ihr Ratgeber für Finanzen und Geld
Organisation der persönlichen Finanzen
Jeder kann seine finanzielle Situation aktiv beeinflussen, dafür ist es nie zu spät. Um die persönlichen Finanzen richtig zu ordnen und zu strukturieren sind drei Schwerpunkte zu setzen:
- Übersichtlichkeit schaffen
- Schuldenabbau
- Sparen, auch kleinere Beträge lohnen
Begonnen werden muss mit einer Istanalyse der finanziellen Situation, dann sind Ziele festzulegen und Strategien zu finden, mit denen diese Ziele auch erreicht werden können. Der eingeschlagene Weg muss mit Konsequenz und Disziplin verfolgt werden und ist ständig zu kontrollieren.
Das große Ziel eines jeden müssen die finanzielle Freiheit und der Aufbau eines Vermögens sein, wer diesen Weg nicht allein finden kann, weil er bereits hoffnungslos überschuldet ist, der kann Rat und Hilfe bei einer Schuldnerberatung bekommen.

Den Istzustand festzustellen ist so etwas wie ein Finanzcheck. Diese Dienstleistung bieten auch einige Vermögensberater an, aber dennoch sollte jeder zuerst versuchen allein zurecht zukommen. Der Finanzcheck ist so etwas wie eine Diagnose und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte. Erst wer die Übersicht über seine persönlichen Finanzen hat, wer weiß, was an monatlichen Einnahmen in die Haushaltskasse fließt und was dann für die Ausgaben wieder entnommen werden muss, kann die „Behandlungsmethoden“ festlegen. Diese Analyse hilft, Schwachstellen aufzudecken, zeigt klar und deutlich, wenn monatlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird und vor allem wofür. Immer dann, wenn die Ausgabenseite die Einnahmenseite übersteigt, besteht sofortiger Handlungsbedarf, denn auf der Ausgabenseite lassen sich viele Positionen beeinflussen, das heißt, mit den richtigen Maßnahmen können die Kosten für Ausgaben gesenkt werden.
Das gilt insbesondere für Stromkosten und Kosten für die Telekommunikation aber auch für Ausgaben im Bereich der Bekleidung und der Lebensmittel. Bei den Strom- und Telefonkosten reicht manchmal ein Anbieterwechsel, um die Kosten deutlich zu senken und natürlich Stromsparmaßnahmen im Haushalt und eventuell Änderung des Telefonverhaltens.
Ein anderer Schwerpunkt der monatlichen Ausgaben sind meist die Kosten für Versicherungen und die für bestehende Ratenverpflichtungen. Bei den Versicherungen ist zu prüfen, inwieweit die noch Aktualität haben, und überhaupt notwenig sind. Millionen deutsche Versicherte sind laut Statistiken mit völlig unnötigen Versicherungen belastet, die nur Kosten verursachen, aber nicht wirklich sinnvoll sind. Bestehen mehrere Kreditverpflichtungen kann überprüft werden, ob die Kosten für die Zinsen gesenkt werden können, wenn die Kredite in einem günstigen Kredit zusammengefasst werden können. Besser ist, es sind Ersparnisse vorhanden, mit denen die bestehenden Kredite sofort abgelöst werden können.
Wer nicht für bestehende Schulden bezahlen muss, hat finanzielle Freiräume zum Sparen und kann demzufolge mehr aus seinem Geld machen.
Wer hier schon Reserven aufdeckt und später liquide Mittel übrig hat, um zu sparen, der kann dann beginnen so zu sparen, dass das Geld sich vermehrt. Das geht über Tagesgeldkonten, Banksparpläne oder das Sparen in Investmentfonds. Möglichkeiten gibt ess viele, die machen aber erst richtig Sinn, wenn alle Verbindlichkeiten, abgesehen von denen für Haus und Auto, bezahlt sind.
Einrichten und Führen eines Haushaltsbuches
Über die Ausgaben für Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs sollte ein Haushaltsbuch geführt werden. Das gibt dann Aufschluss darüber, wofür das Geld ausgegeben wird. Schon nach einigen Monaten lässt sich das Haushaltsbuch analysieren und Einsparpotenziale aufdecken. Die können ganz simpel darin bestehen, dass der Discounter gewechselt wird, anstelle beispielsweise bei EDEKA (teuer) wird zukünftig der Großeinkauf bei Lidl oder Aldi erledigt. Das sind enorme Einsparpotenziale die sich erzielen lassen.
Für die Führung eines Haushaltsbuches, das nicht unbedingt manuell geführt werden muss, gibt es im Internet Freeware, die sich jeder Interessierte kostenlos downloaden kann. Besonders empfehlenswert ist die Software „MyMicroBalance“, die ideal geeignet ist, das Haushaltsbuch online zu führen. Ganz übersichtlich können damit Einnahmen und Ausgaben eingetragen, ausgewertet und analysiert werden. Selbst grafische Darstellungen sind möglich.
Das gesparte Geld clever anlegen
Ohne das die Einnahmen erhöht werden, können allein durch die Analyse des Istzustandes und der notwendigen Veränderungen finanzielle Mittel freigesetzt werden, die in Zukunft zinsbringend angelegt werden sollten. Allerdings gehört auch dazu immer die passende Strategie. Es muss genau überlegt werden, was bis wann erreicht werden soll. Wesentlicher Gedanke des Sparens sollte immer die private Altersvorsorge sein. Dazu gehört auch die Frage, soll ein Haus gekauft werden, wenn ja, wann und auf welchen Wegen ist das nötige Eigenkapital zu sparen. Ideal sind hier Bausparverträge, mit denen sich jeder gleichzeitig einen günstigen Zins für das spätere Baudarlehen sichern kann. Wer im Alter mietfrei wohnen kann, hat schon viel für die Vorsorge getan.
Das Sparverhalten des auf Sicherheit bedachten verheirateten Paares mit Kindern wird anders aussehen als das, des Alleinstehenden gut Verdienenden. Wer nicht nur auf Sicherheit sondern auch auf Rendite orientiert ist, kann sich mit Möglichkeiten auseinandersetzen, Geld an der Börse zu investieren. Es müssen nicht immer Aktien gekauft werden, auch das Sparen in einem Fondssparplan kann bei einem langfristigen Anlagehorizont durchaus Renditen im zweistelligen Bereich bringen.
Problematisch wird es bei der Analyse des Istzustandes immer dann, wenn die monatlichen Einnahmen nicht ausreichen, um die Aufgaben zu decken und sich dieser Zustand auch nicht ändert, wenn alle Schwachstellen aufgedeckt und beseitigt sind. Dann muss unbedingt an der Einkommensschraube gedreht und nach weiteren Einnahmequellen gesucht werden. Manchmal reicht ein lukrativer und nicht so zeitaufwändiger Nebenjob aus, um finanzielle Probleme zu meistern.
Wer schon in der Schuldenfalle sitzt und allein keinen Ausweg findet, der kann sich an eine Schuldnerberatungsstelle wenden. Deren kompetente Mitarbeiter stehen Überschuldeten mit Rat und Tat zur Seite und begleiten auch, wenn es keinen anderen Ausweg gibt, in die private Insolvenz. Dabei hat der Schuldner die Möglichkeit nach einer sechsjährigen Wohlverhaltensphase die Restschuldbefreiung zu erlangen und somit eine neue Chance auf ein Leben ohne Schulden.